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Das ehemalige gräfliche Schloß Veldenz war die größte Burg an der Mittelmosel, bis es 1681 durch die Truppen des französischen Königs Ludwig XIV. zerstört wurde. Die weitläufige Ruine liegt in einem bei Mülheim abzweigenden Seitental der Mosel oberhalb des Ortes Thalveldenz auf einem nach drei Seiten steil abfallenden Bergsporn, in den die Anlage zum Teil eingegraben ist. Obwohl man nur wenige Gebäude wiedererrichtet hat, sind der Aufbau und die Wehrhaftigkeit der früheren Burg noch deutlich zu erkennen.
Die ersten Bauherren und die älteren Grafen von Veldenz
Schloß Veldenz war ehemals ein Lehen des Hochstifts Verdun, mit dem auch die Vogteirechte über dessen moselländische Besitzungen verbunden waren. Nach einem um 900 verfaßten Bericht des Chronisten Bertharius hatte bereits der Merowingerkönig Childebert II. (575–596) dem Bischof Agericus von Verdun »des Weines wegen« Güter in Mülheim geschenkt. Die Taten der Bischöfe von Verdun werden in dem Bericht lobend hervorgehoben und mit Legenden ausgeschmückt. Angeblich gab es einmal, als der König Verdun besuchte, nicht genügend Wein für ihn und sein Gefolge – zur großen Verlegenheit des Bischofs. Da dieser aber für seine frommen Werke von Gott belohnt wurde, half in der Situation eine wunderbare Weinvermehrung. Der beeindruckte König schenkte daraufhin der Verduner Kirche, der eigene Weinberge fehlten, Güter in Lothringen und an der Mosel. Jedenfalls steht fest, daß der Wein der Mühlheimer Güter, vor allem der des »Braunebergs« als sehr gut galt, und daß er das Hochstift Verdun lange Zeit versorgte.
Im Jahr 1025 übertrug Bischof Heimo von Verdun dem dortigen Stift St. Maria Magdalena die Kirche in Mülheim; das kann man einer von Konrad II. (1024–1039) ausgestellten Bestätigungsurkunde entnehmen.


